Niet- und Clipschlösser

Nietschloss:
Mittlerweile werden die meisten Motorräder mit Endlosketten (ungedichtet oder gedichtet mit Gummiringen) ausgeliefert, die werkseitig mit einem Nietschloss dauerhaft fest geschlossen sind. Ein Nietschloss verwendet man stets bei leistungsstarken Fahrzeugen, somit stark belasteten und schnell laufenden Ketten. Im Gegensatz zum vorgenannten Clipschloss ist eine ordnungsgemäße dauerhafte unlösbare Vernietung die sichere Variante.

Anmerkung zu Nietschlössern:
Auf dem Markt gibt es zwei unterschiedliche Ausführungen bei Nietschlössern – mit Hohlniete oder Vollniete. Bei beiden Typen werden zur vorschriftsmäßigen Vernietung jeweils spezielle Werkzeuge benötigt!
Während die Hohl-Nietbolzen nach dem Auflegen der Aussenlasche zur Sicherung mit einem Dorn aufgespreitzt werden, drückt das Werkzeug bei Voll-Nietbolzen den Kopf einfach platt. Nach dem ordnungsgemäßen sowie fachgerechten Vernieten der Vollnietbolzen des Schlossgliedes erkennen Sie keinen Unterschied mehr zu den umliegenden Kettengliedern.

Clipschloss:
Die einfachste Art ist das herkömmliche Clipschloss, auch manchmal Federschloss genannt. Die Montage ist bei nicht gedichteten Standard-Ketten denkbar einfach, da lediglich ein Clip in die vorgesehene Ringnut der Schlossglied-Nietbolzen zur Sicherung geschoben wird. Solche Clipschlösser finden Sie vorwiegend bei Klein- und Leichtkrafträdern. Auch werden diese verschiedentlich bei „Super-Moto“ oder manchen Off-Road-Modellen serienmäßig verbaut.
Ein Clipschloss sollte aus Gründen der Sicherheit jedoch nur im Straßenbetrieb bei leistungsschwächeren Motorrädern, welche nicht im Hochgeschwindigkeitsbereich gefahren werden, verwendet werden.
Abweichend der Empfehlungen – bedingt aus reinen Zeitgründen– werden im Rennsport meist ebenfalls einfache Clipschlösser verwendet. Erklärbar ist dies, da der erforderliche Arbeitsumfang für einen eventuellen Wechsel einer geschlossenen Kette (Ausbauder Schwinge, Vernieten, usw.) während des Rennbetriebs zu aufwändig ist.